Uncategorized – Friedensengel https://friedensengel.stejh.de Fri, 12 May 2023 16:27:35 +0000 de hourly 1 https://friedensengel.stejh.de/wp-content/uploads/2022/02/cropped-logo_stiftung_bildmarke-32x32.png Uncategorized – Friedensengel https://friedensengel.stejh.de 32 32 Sachsen-Anhalts Friedensengel 2023 wurden mit insgesamt 15.000 Euro ausgezeichnet https://friedensengel.stejh.de/sachsen-anhalts-friedensengel-2023-wurden-mit-insgesamt-15-000-euro-ausgezeichnet Fri, 12 May 2023 16:27:33 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=3340 Bernburg (Saale) 12.05.2023  Einem Ehrenamt gebührt Anerkennung und Wertschätzung und deshalb verleiht die Stiftung Evangelische Jugendhilfe alle zwei Jahre den Engagement-Preis „Der Friedensengel“ an jeweils eine Privatperson und einen Verein in Sachsen-Anhalt. Geehrt wird zudem auch ein Prominenter Friedensengel, der sich mit seinem öffentlichen Wirken für Schutzbedürftige und Frieden einsetzt. Zum dritten Mal fand die ...
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Bernburg (Saale) 12.05.2023 

Einem Ehrenamt gebührt Anerkennung und Wertschätzung und deshalb verleiht die Stiftung Evangelische Jugendhilfe alle zwei Jahre den Engagement-Preis „Der Friedensengel“ an jeweils eine Privatperson und einen Verein in Sachsen-Anhalt. Geehrt wird zudem auch ein Prominenter Friedensengel, der sich mit seinem öffentlichen Wirken für Schutzbedürftige und Frieden einsetzt. Zum dritten Mal fand die Preisverleihung im Rahmen einer Festveranstaltung in Bernburg statt. 

Klaus Roth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, eröffnete die Veranstaltung mit dem Hinweis auf das, was zum Friedenschaffen gehöre: Mut, Vertrauensvorschuss, Scheitern wagen und Selbstbewusstsein. 

Als Festredner geladen war der bekannte Kinder- und Jugendbuchautor und Erfinder des „Sams“ Paul Maar. Er betonte, dass Frieden, als Abwesenheit von Krieg, erst dann in Gänze geschätzt würde, wenn er fehle. Dabei gab er den Anwesenden einen Einblick in die Kriegsschrecken seiner Kindheit im Schweinfurth des Zweiten Weltkriegs. Ergänzend zitierte er aus Leserbriefen von Kindern – Seiesmographen unserer Gesellschaft – die nun aktuell wieder unter derlei Ängsten litten. 

Als „Das Schiefe Märchen-Trio“ trat Paul Maar gemeinsam mit den Musikern Wolfgang Stute und Konrad Haas auf und nahm die Gäste mit auf eine musikalische Fantasiereise in sein Buch „Schiefe Märchen und schräge Geschichten“. 

In einer Laudatio wurde er von der Radiomoderatorin Freddy Holzapfel für sein Lebenswerk und Engagement für Kinder mit dem Preis »Der Prominente Friedensengel 2023« ausgezeichnet. 

Mit einer abwechslungsreichen und unterhaltsamen Bühnenmoderation stellten Freddy Holzapfel und Klaus Roth gemeinsam die insgesamt 17 Nominierten und ihre Projekte vor. Diese beschäftigen sich größtenteils mit aktuell viel diskutierten und gesellschaftsrelevanten Themen wie dem Schutz vor Krieg und Verfolgung, der Inklusion von Geflüchteten, der Unterstützung für Bedürftige, dem Umwelt- und Naturschutz oder der Bildungsförderung. 

Eine Jury, bestehend aus acht Personen des politischen und öffentlichen Lebens unseres Landes, bewertete die Engagements nach den Kriterien Nachhaltigkeit, Inklusion, Kreativität, gesellschaftliche Relevanz und regionale Bedeutung. 

Teil der Jury waren Susi Möbbeck, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Landrat des Salzlandkreises Markus Bauer, Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Marc Rath Chefredakteur Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme, Dr. Winfried Bettecken, Leiter des MDR Sachsen-Anhalt Radio, Barbara Klabunde, stellvertretende Chefredakteurin Radio SAW, Gerald Bieling, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Ev. Jugendhilfe und Michael Marquardt, Gewinner des Jahres 20219. 

Der Preis in der Kategorie »Der Unbekannte Friedensengel« ging an die 16-jährige Schülerin Rabia Lore Ekim aus Aschersleben. Laudator Marc Rath würdigte in seiner Rede den unglaublichen Tatendrang und die Vorbildwirkung, die die junge Preisträgerin bereits jetzt schon für anderen Menschen habe. 

Der Magdeburger Verein refugium e.V. erhielt den Preis in der Kategorie »Die Beispielhafte Initiative«. Vorsitzende Monika Schwenke nahm den Preis von Dr. Winfried Bettecken entgegen. Der Laudator betont, wie glücklich sich unser Land schätzen könne, mit dem Verein einen sicheren Zufluchtsort für unbegleitete, minderjährige Geflüchtete bieten zu können.

Jahrbuch 2023

In diesem Jahr gab es wieder zahlreiche Nominierungen, Menschen und Initiativen, die mit ihrem Wirken in unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eine herausragende Friedensarbeit leisten. Diese möchten wir Ihnen in dieser Broschüre vorstellen.

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Schulfach Glück meets Friedensengel: Frieden spenden macht glücklich https://friedensengel.stejh.de/schulfach-glueck-meets-friedensengel-frieden-spenden-macht-gluecklich Fri, 11 Nov 2022 12:43:48 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=1307 Es wurde kräftig skizziert, beraten und entworfen. Im Unterrichtsfach Glück am Internationalen Stiftungsgymnasium Magdeburg, welches in Sachsen-Anhalt bei uns einmalig ist, entstehen Friedensengel. Inspiriert werden die Schüler*innen von den echten, gläsernen Vorbildern, die alle zwei Jahre in dreifacher Ausführung zusammen mit einem Preisgeld von je 5.000 EUR und viel medialer Aufmerksamkeit, an Menschen und Organisationen ...
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Es wurde kräftig skizziert, beraten und entworfen. Im Unterrichtsfach Glück am Internationalen Stiftungsgymnasium Magdeburg, welches in Sachsen-Anhalt bei uns einmalig ist, entstehen Friedensengel. Inspiriert werden die Schüler*innen von den echten, gläsernen Vorbildern, die alle zwei Jahre in dreifacher Ausführung zusammen mit einem Preisgeld von je 5.000 EUR und viel medialer Aufmerksamkeit, an Menschen und Organisationen verliehen werden, die Gutes tun.

Die Idee einer Preisverleihung wurde 2018 geboren aus dem Textende eines Weihnachtsbriefes mit den Worten: „Seien Sie doch der Friedensengel für andere Menschen“. Unser Vorstandsvorsitzender Klaus Roth wollte damit aussagen, dass Frieden im Kleinen beginnt: Im Kreise der Liebsten, in der eigenen Familie, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde.

Seitdem sucht die Stiftung Evangelische Jugendhilfe alle zwei Jahre selbst Sachsen-Anhalts Friedensengel: Menschen und Organisationen, die sich in besonderem Maße für andere einsetzen und durch ihr Engagement mehr Frieden in diese Welt bringen.

Doch was sind die Eigenschaften eines Friedensengel? Mit dieser Frage beschäftigten sich diese Woche die Schüler*innen der 6. Klasse in ihrem „Glücksunterricht“. Die Eigenschaften wurde in kleinen Gruppen besprochen und dann zu Papier gebracht. Einige Kriterien, die den Kindern wichtig waren, sind:

Stärke, Selbstvertrauen, Güte, Mut

Engel haben eine bunte Ausstrahlung

Engel sollen sich für die Rechte der Menschen im Iran, der Ukraine und für die LGBTQ Community einsetzen“

Die Auseindersetzung mit diesen Fragen hilft den Schüler*innen dabei, einen Einblick in ihr eigenes Wertesystem zu erhalten und sich zu fragen, was für sie im Leben wichtig ist. Auch die Frage, warum Frieden glücklich macht, wurde beleuchtet und zeigt uns besonders in Zeiten wie diesen noch einmal, warum wir nach friedenstiftenden Engagement im eigenen Umkreis Ausschau halten sollten.

Klaus Roth war begeistert von so vielen Ideen und ruft die Klasse noch einmal dazu auf, selbst oder gemeinsam mit den Eltern nach Friedensengeln zu suchen und diese für unsere Preisverleihung im Mai 2023 einzureichen.

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Friedensengel 2023 gesucht https://friedensengel.stejh.de/friedensengel-2023-gesucht Mon, 04 Jul 2022 05:40:20 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=1225 Die Nominierungsphase für die Preisverleihung 2023 startet Wir brauchen Sie mehr denn je: Menschen und Organisationen, die Mut machen und sich in ganz besonderer Weise für andere engagieren und sich für den Frieden einsetzen. Um solche Initiativen und Engagements zu ehren und mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, verleiht die Stiftung Evangelische Jugendhilfe ...
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Die Nominierungsphase für die Preisverleihung 2023 startet

Wir brauchen Sie mehr denn je: Menschen und Organisationen, die Mut machen und sich in ganz besonderer Weise für andere engagieren und sich für den Frieden einsetzen.

Um solche Initiativen und Engagements zu ehren und mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, verleiht die Stiftung Evangelische Jugendhilfe wieder den Friedensengel. Es gibt wieder insgesamt drei Preise in drei Kategorien, die mit je 5.000€ dotiert sind:

  • Der unbekannte Friedensengel
  • Beispielhafte Initiative
  • Der prominente Friedensengel – Öffentliches Wirken

Ab sofort können Nominierungen eingereicht werden. Der Einsendeschluss ist der 30. November 2022.

Bewerbungen für den Preis »FRIEDENSENGEL« der Stiftung Evangelische Jugendhilfe werden von dritten Personen oder Organisationen eingereicht. Selbstnominierungen sind nicht möglich.

Die Preisträger*innen des »FRIEDENSENGEL« der Stiftung Evangelische Jugendhilfe werden in einer öffentlichen Veranstaltung geehrt.

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Glückliche Gewinner: Friedensengel 2021 ausgezeichnet https://friedensengel.stejh.de/glueckliche-gewinner-friedensengel-2021-ausgezeichnet Fri, 09 Jul 2021 15:37:22 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=1018 Engagementpreis wurde zum zweiten Mal in Bernburg verliehen Bernburg (Saale), 09.07.2021: In Bernburg wurden heute zum zweiten Mal durch die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis »FRIEDENSENGEL 2021« verliehen. Klaus Roth, Vorstandsvorsitzender eröffnete die Veranstaltung mit einem Zitat, welches er an der Potsdamer Garnisonskirche gelesen hatte: „Lasst uns die ...
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Engagementpreis wurde zum zweiten Mal in Bernburg verliehen

Bernburg (Saale), 09.07.2021: In Bernburg wurden heute zum zweiten Mal durch die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis »FRIEDENSENGEL 2021« verliehen.

Klaus Roth, Vorstandsvorsitzender eröffnete die Veranstaltung mit einem Zitat, welches er an der Potsdamer Garnisonskirche gelesen hatte: „Lasst uns die Füße auf den Weg des Friedens richten!“ und in Verweis auf das Engagement der Nominierten im Saal, ergänzte er: „Ihre Füße und ihre Herzen beschreiten bereits diesen Weg.“

Klaus Roth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg

Nach einer musikalischen Einstimmung durch das deutsch-iranische Duo „Parwaneh” begann die Veranstaltung mit der Festrede von Prof. Dr. Klaus Töpfer.

Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister – Festredner

Der Preis in der Kategorie »Der unbekannte Friedensengel« ging an Sabine Elstermann (Köthen) für ihr Engagement im Specialhockeyteam Köthen. Laudator Dr. Winfried Bettecken, Programmchef des MDR Sachsen-Anhalt würdigte in seiner Rede den Tatendrang und die Vorbildwirkung die Sabine Elstermann mit ihrem Engagement für andere Sportvereine darstellt.

Klaus Roth, Martin und Sabine Elstermann, Dr. Winfried Bettecken (Laudator)

Der Verein zur Förderung krebskranker Kinder Halle (Saale) e.V. erhielt den Preis in der Kategorie »Beispielhafte Initiative«. Vorsitzende Gabriele Arndt nahm den Preis von Barbara Klabunde, stellv. Programmdirektorin Radio SAW entgegen. Die Laudatorin, die sich im Vorfeld mit journalistischer Gründlichkeit über alle Nominierten informierte und als es Corona bedingt auch möglich war vor Ort besuchte, berichtete in Rede von der emotionalen Begegnung der Menschen im Kinderplanet. Eine Villa, in der Eltern und Familien an Krebs erkrankter Kinder einen Rückhalt und Begleiter auf dem schweren Weg bei der Überwindung der Krankheit finden.

Klaus Roth, Gabriele Arndt und Barbara Klabunde (Laudatorin)

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., der auch die Festrede zur Verleihung hielt wurde in der Kategorie »Prominenter Friedensengel – Öffentliches Wirken« ausgezeichnet. In seiner Rede setzte sich Töpfer mit dem Zusammenhang von Frieden und Ökologie auseinander und verwies darauf, dass „der Friede das höchste soziale Gut ist, das wir in der Gesellschaft haben. Wir haben uns in den vergangenen Jahrzehnten den Luxus geleistet und einen Krieg gegen die Natur geführt. Der Bundesumweltminister a.D. endete mit den Worten: „Nachhaltige Entwicklung ist der neue Begriff von Frieden.“

Klaus Roth, Prof. Dr. Klaus Töpfer und Joachim Liebig (Laudator)

Galerie – Friedensengel 2021

Verleihung des Friedensengels 2021

In diesem Jahr gab es wieder zahlreiche Nominierungen, Menschen und Initiativen, die mit ihrem Wirken in unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eine herausragende Friedensarbeit leisten. Diese möchten wir Ihnen in dieser Broschüre vorstellen.

Presseschau zum Friedensengel 2021

radiosaw.de

Friedensengel in Bernburg ausgezeichnet

mdr.de

Jubel in Köthen – Hockeyteam erhält die Auszeichnung „Friedensengel“

www.ardmediathek.de

MDR Aktuell

www.ardmediathek.de

MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE

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Aus Sand, Pottasche, Soda & Feuer: Ein Engel entsteht https://friedensengel.stejh.de/aus-sand-pottasche-soda-feuer-ein-engel-entsteht Wed, 23 Jun 2021 11:56:23 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=983 Hochkonzentriert sitzt Glasbläsermeister Mike Bäz-Dölle vor der Lampe in seiner Werkstatt im thüringischen Lauscha, die 800 Grad heiße Flamme bringt den Rohling in seinen Händen zum Schmelzen. Aus diesem Rohling entsteht mit dem Geschick des Meisters einer von drei Friedensengeln. Für die farbigen Akzente rot, grün und gelb, wird noch Kobalt, Selen, Gold und Eisen ...
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Hochkonzentriert sitzt Glasbläsermeister Mike Bäz-Dölle vor der Lampe in seiner Werkstatt im thüringischen Lauscha, die 800 Grad heiße Flamme bringt den Rohling in seinen Händen zum Schmelzen. Aus diesem Rohling entsteht mit dem Geschick des Meisters einer von drei Friedensengeln. Für die farbigen Akzente rot, grün und gelb, wird noch Kobalt, Selen, Gold und Eisen dazugegeben. In vielen Arbeitsschritten werden aus drei einfachen Glaszylindern kunstvoll geformte Friedensengel. Jeder für sich ein Unikat.

Als Vorlage dient ihm dabei ein Entwurf von Gestalter Karsten Noack, der seine beruflichen Wurzeln selbst in der Glasherstellung hat. Eine Gemeinsamkeit, die bei der Umsetzung des Entwurfs und dem Verständnis der Technologie der Glasherstellung half. Denn der Werkstatt Glas hat in seiner Verarbeitung Grenzen, die es bei der Figur auszuloten galt.

Am 9. Juli 2021 bekommen die Friedensengel einen neuen Besitzer bzw. eine neue Besitzerin. Dann werden im Rahmen einer feierlichen Verleihung „Der unbekannte Friedensengel“; „Die beispielhafte Initiative“ und „Der prominente Friedensengel“ in Bernburg geehrt.

Weitere Informationen zum Preis „Friedensengel“ finden Sie unter: https://friedensengel.stejh.de/

Wir haben den Prozess der Herstellung fotografisch begleitet. Hier die einzelnen Phasen in einer Galerie:

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Verleihung auf den 9. Juli 2021 verschoben https://friedensengel.stejh.de/verleihung-auf-den-9-juli-2021-verschoben Thu, 22 Apr 2021 11:29:33 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=975 Leider müssen wir schweren Herzens mitteilen, dass wir aufgrund der Verlängerung der aktuellen Eindämmungsordnung bis zum 9. Mai 2021 die Verleihung der Friedensengel 2021 verschieben werden. Viele der Nominierten haben sich bereits für die Veranstaltung angemeldet, deshalb möchten wir den neuen Termin in nicht allzu ferner Zukunft stattfinden lassen. Als neues Datum haben wir Freitag, ...
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Leider müssen wir schweren Herzens mitteilen, dass wir aufgrund der Verlängerung der aktuellen Eindämmungsordnung bis zum 9. Mai 2021 die Verleihung der Friedensengel 2021 verschieben werden.

Viele der Nominierten haben sich bereits für die Veranstaltung angemeldet, deshalb möchten wir den neuen Termin in nicht allzu ferner Zukunft stattfinden lassen.

Als neues Datum haben wir Freitag, den 09. Juli 2021 ausgewählt. Wir hoffen, dass bis dahin Präsenzveranstaltungen wieder möglich sind.

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Friedensengel spendet Preisgeld für neue Zahnstation in Sambia https://friedensengel.stejh.de/friedensengel-preisgeld-fuer-neue-zahnstation-in-sambia-gespendet Fri, 11 Sep 2020 08:42:00 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=830 Bernburg (Saale), 11.09.2020: Einer der ersten drei Gewinner des Friedensengels, war im Jahr 2019 Dr. Thomas Baum, ein Zahnarzt aus Baalberge. Er gewann den Preis in der Kategorie “Der unbekannte Friedensengel” für sein ehrenamtliches Engagement in der Zahngesundheit in afrikanischen und asiatischen Ländern. Das mit der Ehrung verbundene Preisgeld von 5.000 Euro spendete er direkt ...
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Bernburg (Saale), 11.09.2020: Einer der ersten drei Gewinner des Friedensengels, war im Jahr 2019 Dr. Thomas Baum, ein Zahnarzt aus Baalberge. Er gewann den Preis in der Kategorie “Der unbekannte Friedensengel” für sein ehrenamtliches Engagement in der Zahngesundheit in afrikanischen und asiatischen Ländern. Das mit der Ehrung verbundene Preisgeld von 5.000 Euro spendete er direkt an die GER.D Charity, um eine weitere Zahnstation in Sambia zu errichten. Aktuell wird der Container für seine künftige Bestimmung hergerichtet und vorbereitet und per Schiff nach Afrika verschickt. Im Frühjahr werden Dr. Thomas Baum und seine Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Sambia die Zahnarztstation in Betrieb nehmen.

Noch bis zum 30. September 2021 können Vorschläge für die FRIEDENSENGEL 2021, dem mit 3 x 5.000 Euro dotierten Engagementpreis der Stift­ung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis, eingereicht werden.

Zur Nominierung können eine Vielzahl von Personen und Projekten vorgeschlagen werden. Eine Jury aus Persönlichkeiten des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens in Sachsen-Anhalt wählt die Preisträger*innen in den drei Kategorien aus.

Mit der Auslobung des Preises möchte die Stiftung Ev. Jugendhilfe Mut machende Beispiele von überzeugender Friedensarbeit, die bisher mit ihrer Arbeit wenig bekannt sind, ins Licht der Öffentlichkeit rücken und unterstützen.

Die Preisträger*innen des »FRIEDENSENGEL 2021« der Sti­ftung Evangelische Jugendhilfe werden in einer öffentlichen Veranstaltung am 7. Mai 2021 in Bernburg (Saale) geehrt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Nominierungsvorschläge. Die Ausschreibungsunterlagen stehen auf unserer Website unter: https://friedensengel.stejh.de/der-preis zum Abruf bereit.

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Nominierungsphase für FRIEDENSENGEL 2021 startet https://friedensengel.stejh.de/nominierungsphase-fuer-friedensengel-2021-startet Wed, 24 Jun 2020 08:39:00 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=828 Bernburg (Saale), 24.06.2020: Die Stift­ung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg startet ab sofort mit der Nominierungsphase für den Preis »FRIEDENSENGEL 2021«. Mit der Auslobung des mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Preises möchte die Stiftung Ev. Jugendhilfe Mut machende Beispiele von überzeugender Friedensarbeit, die bisher mit ihrer Arbeit wenig bekannt sind, ins Licht der Öffentlichkeit rücken ...
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Bernburg (Saale), 24.06.2020: Die Stift­ung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg startet ab sofort mit der Nominierungsphase für den Preis »FRIEDENSENGEL 2021«.

Mit der Auslobung des mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Preises möchte die Stiftung Ev. Jugendhilfe Mut machende Beispiele von überzeugender Friedensarbeit, die bisher mit ihrer Arbeit wenig bekannt sind, ins Licht der Öffentlichkeit rücken und unterstützen.

In seiner Eröffnungsrede zur Preisverleihung im Jahr 2019 zitierte Vorstandsvorsitzender Klaus Roth den österreichischen Künstler André Heller:

 „Der Friede, der Friede, wo kommt denn der Friede her?
Der kommt nicht vom bloßen Fordern, der kommt nur, wenn wir ihn tun.“

Dieses Tun soll der Preis sichtbar machen, es sollen Menschen und Organisationen geehrt werden, die in ihrer Arbeit Vorbild sind im Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, für Versöhnung, Menschenrechte, Überwindung von Rassismus, für soziale Gerechtigkeit, zukunft­sweisenden und nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt sowie interkulturelle und interreligiöse Verständigung.

Ab sofort können eine Vielzahl von Personen und Projekten zur Nominierung vorgeschlagen werden. Eine Jury aus Persönlichkeiten des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens in Sachsen-Anhalt wählt die Preisträger*innen in den drei Kategorien aus.

Die Ausschreibungsunterlagen stehen auf unserer Website unter: https://www.stejh.de/friedensengel2021 zum Abruf bereit.
Wir freuen uns auf zahlreiche Nominierungsvorschläge.

Die Preisträger*innen des »FRIEDENSENGEL 2021« der Sti­ftung Evangelische Jugendhilfe werden in einer öffentlichen Veranstaltung am 7. Mai 2021 in Bernburg (Saale) geehrt.

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Laudatio Kategorie „Beispielhafte Initiative“ – Michael Marquardt https://friedensengel.stejh.de/laudatio-kategorie-beispielhafte-initiative-michael-marquardt Fri, 24 May 2019 09:50:00 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=949 Laudatio von Ministerin Petra Grimm-Benne, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt Laudatio auf Herrn Michael Marquardt anlässlich der feierlichen Verleihung des FRIEDENSENGELS 2019 in der Kategorie „Beispielhafte Initiative“ der Stiftung Evangelische Jugendhilfe Bernburgam Freitag, den 10. Mai um 12.15 Uhrim Festsaal der Stiftung in derGroßen Einsiedelgasse 6a, 06406 Bernburg Sehr geehrte Frau Bundesministerin Katarina ...
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Laudatio von Ministerin Petra Grimm-Benne, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt

Laudatio auf Herrn Michael Marquardt

anlässlich der feierlichen Verleihung des FRIEDENSENGELS 2019 in der Kategorie „Beispielhafte Initiative“
der Stiftung Evangelische Jugendhilfe Bernburg
am Freitag, den 10. Mai um 12.15 Uhr
im Festsaal der Stiftung in der
Großen Einsiedelgasse 6a, 06406 Bernburg

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Katarina Barley,

lieber Klaus Roth,

sehr geehrte Damen und Herren,

und vor allem: lieber Michael Marquardt,

ich freue mich sehr, heute hier zu sein und mit Ihnen gemeinsam solche Menschen und Organisationen zu würdigen, die sich in ganz besonderer Weise für ihre Mitmenschen engagieren. Denen es immer wichtig war und ist, einen Blick auf die Schwachen und Ausgegrenzten zu haben und sie nach Kräften zu unterstützen.

Für die Gerechtigkeit und die Würde des Einzelnen eben nicht nur Theorie und bloßes Lippenbekenntnis ist, sondern Richtschnur im eigenen Handeln. Menschen, die nicht wegschauen, wenn anderen Unrecht wiederfährt, sondern die sich darüber empören können und die sich einmischen.

Die ihre Ärmel hochkrempeln und maßgeblich dazu beitragen, denen zu helfen, die eben nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und die durch ihr Handeln diese Gesellschaft und unser Miteinander ein Stück weit besser zu machen.

Genau zu diesen Menschen gehörst Du, lieber Michael. Du bist seit jeher ein Kämpfer für die Verständigung zwischen den Völkern und für gelingende Integration von Zugewanderten, egal woher sie kommen. Du standst immer an erster Stelle und mittendrin, wenn es um die Rechte von Menschen mit Migrationshintergrund ging.

Vor allem als langjähriger Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt – der AGSA -, die Du mitbegründet, maßgeblich aufgebaut und zu einem landesweit anerkannten Netzwerk entwickelt hast.

Um deutlich zu machen, wie die Auslandsgesellschaft Ende 1995 das Licht der Welt erblickte, lassen Sie uns diese Zeit noch einmal vor Augen führen. Die 1990er Jahre waren in den neuen Bundesländern nicht nur eine Zeit des positiven Aufbruchs. Viele Menschen erlebten starke Umbrüche und neue Unsicherheiten, vieles im Zusammenleben veränderte sich. Rechtsradikalismus trat hier erstmals offen zu Tage. Und das gleich mit voller Wucht.

Beispielhaft sei hier erinnert an die rassistisch motivierten Ausschreitungen in Hoyerswerda im September 1991 und in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 mit gewalttätigen Übergriffen auf Asylbewerber und Vertragsarbeiter. Hunderte Rechtsextreme gingen damals mit Brandsätzen, Steinen und Baseballschlägern brutal gegen Ausländer vor.

Wir alle haben noch die Bilder des brennenden Hochhauses in Lichtenhagen im Kopf. Wo die Neonazis ihre Parolen unter dem Beifall hunderter Schaulustiger herumgrölten und die Polizei vielfach überfordert war. Diese fremdenfeindliche Stimmung gab es auch in Sachsen-Anhalt.

Einige hier im Saal werden sich an die Magdeburger Himmelfahrtskrawalle im Mai 1994 erinnern. Rechtsextreme Jugendliche jagten damals über mehrere Stunden eine Gruppe von Schwarzafrikanern durch die Innenstadt und schlugen sie teilweise mit Baseballschlägern zusammen.

Da hatte sich etwas Schlechtes zusammengebraut. Ein regelrechter Hass auf Ausländer, der sich ungezügelt Bahn brach. Auch als Ausdruck eines Werteverfalls mit gewalttätigen Auswüchsen, die in der Bevölkerung teilweise ein Klima der Angst schufen.

Vor diesem Hintergrund – und vor allem als Reaktion auf diese Himmelfahrtskrawalle im Jahr 1994 – fanden sich Ende 1995 zehn Einrichtungen und Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit und bilaterale Freundschaftsgesellschaften zusammen, um die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt zu gründen.

Und Du, lieber Michael, warst einer dieser Initiatoren. Du hast seit Mai 1996 als Geschäftsführer die Geschicke der AGSA geleitet. Schon in jenem Jahr 1996 hast Du Dich um die Zusammenführung der europäischen Jugend gekümmert und das Eurocamp ins Leben gerufen. Das ist Völkerverständigung pur, denn seither arbeiten junge Menschen aus rund 30 europäischen Staaten jedes Jahr in den Sommerferien in Sachsen-Anhalt zusammen und schaffen etwas für das Gemeinwohl.

Mit viel Herzblut und Engagement hast Du in den letzten Jahren Kontakte zwischen unserem Bundesland und anderen Staaten aufgebaut und entwickelt, um verschiedene Projekte etwa in den Bereichen der Jugendbildung und des interkulturellen Lernens unter anderem mit Frankreich, Rumänien, Polen und Ungarn durchzuführen.

Auf Dich geht auch die Entwicklung des „Eine-Welt-Hauses“ in Magdeburg zurück. Dieses Haus gibt vielen ausländischen Gruppen und Initiativen die Möglichkeit, sich zu organisieren, sich zu treffen und Veranstaltungen zu machen.

Wer die AGSA kennt, der weiß, wie vielfältig die Tätigkeitsbereiche sind, die Du über die ganzen Jahre mit aufgebaut hast. Die Auslandsgesellschaft unterstützt Migranten bei der beruflichen und sozialen Integration, führt nahezu wöchentlich Veranstaltungen zur interkulturellen Bildung  und Antidiskriminierung durch, macht Schulprojekte, betreibt ein interkulturelles Café für Zuwanderer, veranstaltet Seminare für Multiplikatoren und Begegnungsfeste, Gedenkveranstaltungen und interkulturelle Wochen.

Die AGSA begleitet und berät sogar Verwaltungen, Unternehmen und Hochschulen zur verbesserten Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund. Sie  ist außerdem Service- und Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug und Europäischen Freiwilligendienst. Weiterhin kümmert sich die Auslandsgesellschaft um Begegnungsprojekte für sozial benachteiligte Jugendliche und organisiert die Entsendung Jugendlicher in Freiwilligenprojekte anderer Länder.

Dieses so vielfältige Wirken der AGSA als Dachverband mit inzwischen über 40 Mitgliedsorganisationen wäre ohne Dein Engagement undenkbar. Dank Deines unermesslichen Einsatzes hat die AGSA auch viele ehrenamtliche Mitstreiter, welche die Vereinsarbeit nach Kräften unterstützen und mit der AGSA gemeinsam viele Projekte in der Freizeit auf die Beine stellen.

Wer Dich kennt, der schätzt Deine stets offene, konstruktive und vorausschauende Art im Umgang mit Deinen Mitmenschen. Wer Dich kennt, der schätzt auch Deinen aufrechten Charakter und Deine Zivilcourage.

Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang, dass Du von Anfang an dem Landesbündnis für Demokratie und Toleranz angehörtest und Dich unermüdlich beim „Runden Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt“ und beim „Bündnis gegen Rechts“ einbringst.

Lieber Michael, Du bist seit jeher ein Anpacker, ein Mutmacher, ein Mitreißer. Viele wissen, dass Du Dich persönlich für Einzelschicksale einsetzt. Du hilfst mit, Anerkennungen im Beruf zu ermöglichen, Betroffene bei Schulden, Gewalterfahrungen oder Diskriminierungen zu beraten und tatkräftig zu unterstützen. Von Dir gingen viele wichtige Impulse in das Land Sachsen-Anhalt aus, Du hast Programme mitgestaltet und wurdest immer gern als fachlicher Berater hinzugezogen.

Lieber Michael, Du bist ein Mensch mit einem großen Herzen am rechten Fleck, stets mit vollem Einsatz dabei. Von Albert Einstein stammt der Satz: „Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“

Bei Dir trifft beides zu: Du warst mit Deiner Arbeit als Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft über fast ein Vierteljahrhundert sehr erfolgreich. Und Du bist für uns ein sehr wertvoller Mensch.

Dein nachhaltiger Einsatz für die Verständigung von Menschen verschiedener Völker, für die Rechte von Menschen mit Migrationshintergrund, für Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit ist beispielhaft.  

Deshalb freut es mich ganz besonders, dass Du den Friedensengel in der Kategorie „Beispielhafte Initiative“ überreicht bekommst.

Herzlichen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz.

Schön, dass es Dich gibt.

Vielen Dank!   

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Laudatio „Der unbekannte Friedensengel“ – Dr. Thomas Baum https://friedensengel.stejh.de/laudatio-der-unbekannte-friedensengel-dr-thomas-baum Fri, 10 May 2019 08:29:00 +0000 https://friedensengel.stejh.de/?p=820 Laudatio von MdL Cornelia Lüddemann Sehr geehrte Frau Bundesjustizministern Katharina Barley,sehr geehrte Frau Ministerin Grimm-Benne, sehr geehrter Herr Minister Tullner. Sehr verehrte Damen und Herren, lieber verehrter  Herr Dr. Thomas Baum, es ist ein besonderer und sehr erfreulicher Anlass, der uns heute hier zusammenführt. Es ist mir eine persönliche Freude und Ehre zugleich, eine Laudatio für den Preisträger ...
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Laudatio von MdL Cornelia Lüddemann

Sehr geehrte Frau Bundesjustizministern Katharina Barley,
sehr geehrte Frau Ministerin Grimm-Benne, 
sehr geehrter Herr Minister Tullner.

Sehr verehrte Damen und Herren, 
lieber verehrter  Herr Dr. Thomas Baum,

es ist ein besonderer und sehr erfreulicher Anlass, der uns heute hier zusammenführt. Es ist mir eine persönliche Freude und Ehre zugleich, eine Laudatio für den Preisträger in der Kategorie „Unbekannter Friedensengel“ halten zu dürfen. Die Auszeichnung in dieser Kategorie soll an wenig bekannte, engagierte Einzelpersonen und ihre Projekte gehen, mit besonderem Schwerpunkt auf zukunftsweisende Friedensarbeit an der Basis. Ein Anliegen, das ich aus vollem Herzen teile.

Es gibt ja viele Wege, Gutes zu tun. Jede und jeder, der Menschen helfen will, kann dies mit einer Spende tun. Geld oder Zeit. Dr. Baum will mehr und tut beides. 

BSein Thema ist die Zahngesundheit. Wie wir alle wissen, nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern für die Gesamtgesundheit des Menschen eklatant entscheidend. Seit vielen Jahren bereist der promovierte Zahnmediziner mit seinem Kollegen Dr. Mathys in regelmäßigen Abständen – und vorwiegend auf eigene Kosten – fremde Länder, um vor Ort die Zahngesundheit nach vorne zu bringen.In Ländern, in denen ein Zahnarztbesuch keine Selbstverständlichkeit ist und ein schmerzender Zahn ein langfristiger. meist qualvoller Begleiter bleibt. Von Prophylaxe mal ganz zu schweigen.

Während hier die Zahnschwester und das Vorsorgeheft – Gott sei Dank – zur Selbstverständlichkeit schon im Kindergarten gehören, haben manche jungen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent noch nie in ihrem Leben einen Zahnarzt gesehen.

Die medizinische Versorgung ist vielerorts unterentwickelt, Vorsorge wird meist komplett vernachlässigt. Allgemeine Mundhygiene und Zahnpflege ist meist ungelernt, ein einfaches Putzwerkzeug nicht vorhanden. Also fundamental anders, als hierzulande. Medizin ist Luxusgut und erreicht nur wenige. Um es mal ganz plastisch zu machen, was tatsächliche Unterversorgung ist: Sambia beispielsweise ist mit ca. 13 Mio. Einwohnern und ca. 180 Dentisten, die hauptsächlich in der Hauptstadt Lusaka arbeiten, schwer unterversorgt.

Ressourcen sind auch im 21. Jahrhundert sehr ungerecht verteilt. In vielen Regionen gibt es gar keine Zahnärzte, so dass die Menschen tagelange Reisen unternehmen oder sich selbst helfen müssen. Auch am Equipment fehlt es allzu oft. Zur Verbesserung dieser traurigen und skandalösen Umstände, haben sich zahlreiche Hilfsorganisationen der zahnmedizinischen Versorgung unterentwickelter Länder oder Regionen verschrieben. Eine solche Organisation ist die Deutsche Stiftung ‚Zahnärzte Ohne Grenzen‘ oder der gemeinnützige ‚Dentists For Africa e.V.‘.

Ein begeisternder Erfahrungsbericht einer Kollegin, der von der Not und den Menschen in Kenia erzählte, gab Dr. Baum offenbar den entscheidenden Anstoß. So machte er sich mit seinem Studienkollegen erstmals 2007 für die damalige „Arzt- und Zahnarzthilfe Kenia e.V.“ auf den Weg, eben nach Kenia. Der erste Hilfseinsatz in Afrika. In Zusammenarbeit mit Franziskaner-Nonnen ging es zunächst zur Behandlung in das Hospital in der Mission in Nairobi und zum Außeneinsatz in die Slums der Großstadt, wo er vorwiegend junge Menschen und Kinder aus den örtlichen Schulen behandelte. Am nächsten Einsatzort, am Viktoriasee behandelte er im Dorfkrankenhaus, in umliegenden Hospitälern und oftmals auch notdürftig unter freiem Himmel. Vorwiegendstanden die Zahnbehandlung und dabei meist die Zahnentfernung im Vordergrund. Erste Erfahrungen, die ihn als Mensch und sein weiteres Tun prägten.

Nach etwa einem halben Jahr der Vorbereitung stand der zweite freiwillige Dienst an. 2008 verlässt Dr. Baum erneut seine heimische Praxis in Baalberge, in der Nähe von Bernburg. Diesmal geht’s nach Nepal, unter der Flagge „Zahnärzte Ohne Grenzen“ – Dentists Without Limits. An zwei Arbeitsstätten in Kathmandu und später in der berühmten „Nepalklinik“ in der Nähe von Pokhara, behandelten Dr. Baum und sein Team notleidende Menschen, befreiten sie von Schmerz und Qualen.

Zu „Dentists Without Limits“ kam – 2 Jahre später – das „Nepal-Schulprojekt“ in einer der entlegensten Regionen Nepals – Humla. Auf der Internetseite seiner Praxis beschreibt er den Einsatz wie folgt: „Mit klapprigen Flugzeugen, schlecht gefederten Kleinbussen, zu Pferd und schließlich entlang eines Jahrtausende alten ehemaligen Pilgerpfades, drei Tage lang zu Fuß, durch gigantische Landschaften und heiße Quellen, bis nahe an die tibetische Grenze, in ein entlegenes Kinderheim.“ Für Dr. Thomas Baum und seinen Mitstreiter Dr. Marco Mathys ist die zahnärztliche Hilfe in vergessenen Regionen zur unverhandelbaren Herzensangelegenheit geworden.

Nach Kenia und Nepal konzentrieren sich die Einsätze seit 2012 auf Sambia. 

Schirmherr ist der von beiden Ärzten gegründete Bernburger Verein „GER.D Charity e.V.“. Dieser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, in einigen der ärmsten Regionen der Welt zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung nicht nur zu ermöglichen, sondern auch nachhaltig zu unterstützen. Nicht nur die Behandlung steht im Vordergrund, sondern auch die Aufklärungs- und Schulungsarbeit. 

Ich selbst, kämpfe seit Jahren in unserem vermeintlich so fortschrittlichen Land an vielen Stellen für mehr Prävention und kann daher etwas nachvollziehen, wie schwierig dies in anderen Teilen der Welt ist.

Es folgten weitere Einsätze der „Zahnärzte ohne Grenzen“ in Sambia.

Sehr verehrter Herr Dr. Baum, 

mich haben besonders ihr ehrenamtliches Engagement und ihr ganz persönlicher Einsatz – neben Familie, Beruf und anderen Verpflichtungen hier in Sachsen-Anhalt – beeindruckt. Ich konnte schon einige Projekte des Internationalen Roten Kreuzes in Indien oder Myanmar besuchen. Sie leisten Hilfe, ohne bürokratischen Apparat oder institutionelle Geldgeber. Das finde ich hoch anerkennenswert.

Mit Motivation und Ehrgeiz für andere erbauen Sie kleine medizinische Stationen, die sogenannten Dental Units, statten sie – so gut es geht – mit Material aus. Gehen vor Ort auf Spendensuche. So ist es Ihnen gelungen, einen Gesundheits-Stützpunkteinzurichten, der von einem Hotel gestiftet wurde. Denn Verteilung ist nicht nur eine Frage der Kontinente, sondern auch innerhalb der Länder. Er beherbergt u.a. einen Untersuchungsraum, ein Apothekenzimmer, einen großen Warteraum und zwei Bettenzimmer. In regelmäßigen Abständen kommen hier diverse Ärzte und/oder Helferinnen, zu Behandlungen, Impf- und Wiegestunden sowie zur allgemeinen medizinischen Beratung jeglicher Art. Mit Ihrer Hilfe entstehen kleine Behandlungszentren, die eine Behandlung unter freiem Himmel unnötig macht.

Ihr Antrieb ist die Humanität. 

Ohne Honorar und vorwiegend auf eigene Kosten behandeln Sie Patienten, untersuchen Schulkinder, demonstrieren Zahnreinigung und Prophylaxe – es geht Ihnen um direkte medizinische Hilfe. Mit Ihrem Know-how tragen Sie zur dauerhaften Zahngesundheit der Kinder bei, denn gesunde Zähne erweisen sich als enorm wichtig für die schulische Karriere und das Selbstbewusstsein der Kinder. Mit ihrem humanitären Hilfseinsatz möchten Sie vor allem eines: der Menschheit etwas zurückgeben. Beinahe 50 Patientinnen und Patienten behandeln Sie täglich und dies über mehrere Wochen. Ihre Patienten warten oft stundenlang mit großer Geduld und herzlicher Dankbarkeit, weil sie wissen, dass sie gut behandelt werden. Sie sind Ihnen mehr als dankbar, das spüren sie. Ein Blick in dankbare Kinderaugen, das gibt ihnen Kraft. 

Nachhaltigkeit liegt Ihnen am Herzen. Sie geben Hilfe zur Selbsthilfe. Sie setzen sich ein für eine gute Weiterbildung einheimischer Behandler und Schulungen vor Ort. Auch lange nach ihrem Besuch wirken ihre Einsätze nach. Um die Bedingungen zu verbessern, suchen sie Unterstützung in Deutschland. Vor jedem Einsatz planen Sie Spendenaktionen. So beispielsweise sammelt ein benachbarter Supermarkt in Baalberge Zahnpflegeartikel, die in Sambia bei Schulungen u. ä. an Bedürftige verteilt werden. Mit einem CD-Verkauf in Deutschland einer sambischen Künstlerin generieren Sie Geldspenden. Der Erlös, alle Materialen und jeder Euro fließt zu 100% in die Arbeit, die sie auf der Seite www.gerd-charity.com_ – German Dental Charity – dokumentieren und uns so daran teilhaben lassen. Aktuell planen Sieeine weitere Spendensammlung und den Transport per Schiff nach Sambia.

Und was ich auch sehr beeindruckend finde, sie sehen, dass es auch hier Bedarfe gibt. Auch in Bernburg sind Sie sozial engagiert. Unter dem Motto „Schenken Sie Freude, keine Werte!“ haben Sie eine Aktion ins Leben gerufen, die nach einem einfachen Prinzip funktioniert: Kinder, die in ihrer Praxis behandelt werden, dürfen auf einem Zettel je einen freien Wunsch im vorgegebenen Geldrahmen notieren und an den  in der Praxis aufgestellten Weihnachtsbaum hängen. Erwachsene Patienten und sie erfüllen diese Wünsche. In der Vorweihnachtszeit überreichen sie und Ihr Team die Geschenke persönlich. Die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe Cörmigk, der St. Johannis GmbH, sind jedes Jahr Teil dieses Projektes „Patienten für Kinder“, welches Kinderaugen – auch hier in Sachsen-Anhalt – immer wieder leuchten lässt. 

Und, auch das darf erwähnt sein, darüber hinaus sind sie  Ehemann und Vater von drei „eigenen“ Kindern.

Durch ihr Handeln sind sie unaufdringliches Beispiel für Toleranz und Mitmenschlichkeit. Der Zufall unserer Geburt soll nicht darüber entscheiden, welche Wege uns vorgezeichnet sind.

Die Idee einer humanistischen Welt wird real im direkten Tun. Nicht reden, sondern einfach machen.

„Sich ernsthaft um andere zu sorgen, sowohl im privaten wie öffentlichen Leben, würde uns der Welt, nach der wir uns so sehnen, sehr viel näherbringen.“

Dieser Satz von Nelson Mandela ist das, was uns alle antreiben sollte. 

Dr. Baum und sein zutiefst humanitäres Engagement erinnert uns daran. 

Dafür danke ich Ihnen von Herzen. 

Der Beitrag Laudatio „Der unbekannte Friedensengel“ – Dr. Thomas Baum erschien zuerst auf Friedensengel.

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